Maria Klementyeva 
Chief Customer Service Manager 
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Unsere Projektplanung führte zu einer erheblichen Kosten- und Zeitreduktion für unseren Kunden.
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Dyckerhoff - Standortwechsel eines Zementwerkes

Von Deutschland in den Ural - Standortwechsel eines Zementwerkes

Kundenprofil

Die Dyckerhoff AG gehört zu der italienischen Unternehmensgruppe Buzzi Unicem und ist ein internationaler Hersteller für Zement und Beton. Dyckerhoff ist der Spezialist für innovative Baustofflösungen. Bereits seit 1864 produziert das Unternehmen Portlandzement, hydraulische Bindemittel und Spezialprodukte. Das operative Geschäft ist in drei Regionen unterteilt: Deutschland & Westeuropa, Osteuropa, mit den Ländern Polen, Tschechien, Slowakei, Russland und der Ukraine sowie den USA.

Die Herausforderung

Für den Standortwechsel eines kompletten Zementwerkes von Deutschland nach Sibirien suchte Dyckerhoff einen zuverlässigen Logistikpartner für die Planung und Durchführung der Schwerguttransporte und überdimensionierten Sendungen. Das zu transportierende Equipment der Anlage beinhaltete insgesamt 50.000 Kubikmeter Fracht sowie zwei 150 Tonnen schwere Zementmühlen. Der finale Bestimmungsort lag in einem abgelegenen Gebiet mit fehlender Infrastruktur. Eine weitere Herausforderung stellte die Zollabfertigung in Russland dar. Strenge lokale Zollvorschriften setzten höchste Professionalität und persönliches Engagement der Zollexperten voraus, vor allem wenn es die Abfertigung größerer Anlagen betraf, die in Teilsendungen geliefert wurden.

Die Agility Lösung

Nach Durchführung einer Machbarkeitsstudie legte ein Expertenteam aus Deutschland und Russland die Routenplanung fest. Das Projekt wurde in zwei Phasen durchgeführt. In der ersten Phase steuerten insgesamt 17 Schiffe aus Deutschland den Hafen St. Petersburg an. Dort konnten die Agility Mitarbeiter die Zollabfertigung organisieren, ohne dass die Ladung extra hierfür gelöscht werden musste. Nach der Verzollung ging es über 1.500 Kilometer weiter auf dem Wolga-Baltik Kanal bis nach Perm. In Perm wurde die Fracht auf Lkws umgeladen, um das letzte Routenstück bis zum Bestimmungsort auf dem Landweg zurückzulegen. In der zweiten Phase steuerten 9 weitere Schiffe den Hafen St. Petersburg an. Allerdings wurde nun die Ladung gelöscht, verzollt und anschließend in Bahnwaggons verladen, die den finalen Bestimmungsort auf dem Schienenweg erreichten. Für die beiden Zementmühlen wurde eine weitere Lösung erarbeitet.

Nach der Zollabfertigung in St. Petersburg fuhr das Schiff weiter nach Dserschinsk, wo die Mühlen auf Barges umgeladen wurden, bevor es auf dem Fluss weiter bis zum Polazna Kai ging. Hier wurde die Ladung mit dem Ro-Ro Verfahren auf spezielle Lkws verladen, nachdem zunächst eine Ladestelle und eine Verbindungsstraße zur Autobahn errichtet wurden. Über 650 Kilometer ging der Schwertransport bis nach Sukhoi Log. Hierbei mussten etwa 30 Brücken und rund 30 Viadukte überquert werden. Dazu wurden mehr als 200 Stromleitungen angehoben und zahlreiche Gasleitungen gekappt.

Spezielle Dienstleistungen für Dyckerhoff

  • Machbarkeitsstudie als Basis für die Festlegung der Route
  • Optimale Routenführung zu attraktiven Preisen
  • Zollabfertigung am Zoll-Terminal in St. Petersburg
  • Bau einer Ladestelle und Straßenerweiterung
  • Temporäre Beseitigung von Hindernissen auf der Transportroute